Die Nationale Initiative gegen Osteoporose empfiehlt

19. Mai - 12. Juni 2005 in Berlin: Fotografie-Ausstellung
Osteoporosis - A Photographic Vision by Oliviero Toscani“


Impressionen von der Austellungseröffnung am 18. Mai 2005
(Fotos: handelmann/exil-foto.de)

Starfotograf Oliviero Toscani und Schirmherrin der Ausstellung Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung Starfotograf Oliviero Toscani und Schirmherrin der Ausstellung Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung Starfotograf Oliviero Toscani und Schirmherrin der Ausstellung Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundheit und soziale Sicherung
Schirmherrin der Ausstellung Ulla Schmidt, Bundesministerin für Gesundehit und soziale Sicherung und Moderatorin Dr. Franziska Rubin Moderatorin Nina Ruge und Moderatorin Dr. Franziska Rubin Referent Prof. Dr. med. Helmut W. Minne
Starfotograf Oliviero Toscani Referent Prof. Dr. med. Helmut W. Minne und Osteoporose-Botschafterin Alida Gundlach Starfotograf Oliviero Toscani und Frau Dr. med. Jutta C. Semler
nach oben...

Schwache Knochen und starke Bilder
Starfotograf zeigt 24 Aktaufnahmen von Osteoporosepatienten

Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt, Schirmherrin der Ausstellung:
„Bei einem plötzlichen Knochenbruch wird oft erst viel zu spät an eine Osteoporose gedacht. Dabei könnten Prävention und nachhaltige Therapie das Leid vieler Betroffener lindern oder sogar verhindern. Mit der Ausstellung wird ein interessanter neuer Weg beschritten, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen.“

Etwa sechs Millionen Deutsche leiden an Osteoporose, und viele wissen es gar nicht. Das Leid, das hinter dieser Krankheit steckt, bleibt von Außenstehenden meist unbemerkt. Dies war Anlass genug, um einen neuen Weg im Umgang mit der Volkskrankheit Osteoporose einzuschlagen. Oliviero Toscani, Starfotograf mit Weltruhm und ehemaliger Kreativchef von Benetton, hat 24 Osteoporosepatienten nackt fotografiert. Diese beeindruckenden Bilder sind nun erstmals in Deutschland zu sehen.

Die Idee zur Ausstellung hatte Barbara von Stackelberg, Geschäftsführerin des Deutschen Grünen Kreuzes e. V. (DGK), denn: „Worte allein reichen offenbar nicht, die dramatischen Folgen von Osteoporose ins Bewusstsein zu rücken.“ Sie stellte das Projekt Oliviero Toscani vor, und er zog mit – unentgeltlich. 1999 traf sich Toscani mit 24 Osteoporosepatientinnen und -patienten aus der ganzen Welt, darunter auch vier aus Deutschland, in einem Studio im Berliner Bezirk Prenzlauer Berg. Dort entstanden die gleichzeitig kunstvollen und schockierenden Aktaufnahmen. Öffentlich gezeigt wurde die Ausstellung erstmals zum Weltosteoporosetag am 20. Oktober 2001 im Museo Pigorini in Rom. In der Folge tourte sie durch Europa und machte Station unter anderem in Lissabon, Madrid, Brüssel, Oslo, Stockholm, Helsinki und Kopenhagen.

Das DGK stellt die internationale Kunstausstellung „Osteoporosis – A Photographic Vision by Oliviero Toscani“ (Osteoporose – Fotografische Einblicke von Oliviero Toscani) nun in Kooperation mit der International Osteoporosis Foundation (IOF) vom 19. Mai bis 12. Juni 2005 in Berlin vor. Damit wollen der Verein, alle Osteoporose-Fachgesellschaften und Patientenorganisationen nachdrücklicher auf die Krankheit und die Möglichkeiten der Therapie und vor allem die Prävention aufmerksam machen.

Die Aktaufnahmen zeigen Frauen und Männer im Alter zwischen 25 und 92 Jahren, die an Osteoporose erkrankt sind. Messerscharf sind in den 2,80 Meter hohen Ganzkörperfotos alle Spuren festgehalten, die der Knochenschwund hinterlassen hat. Die Ausstellung liefert außerdem Fakten zur Krankheit und zeigt Porträtfotos der mutigen Menschen, die Toscani Modell gestanden haben. „Ich hoffe, die Bilder führen dazu, etwas an den Bedingungen zu ändern, die das Leid verursacht haben“, sagt der Starfotograf.

Die Schirmherrschaft für die Ausstellung in Deutschland hat Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt übernommen. „Bei einem plötzlichen Knochenbruch wird oft erst viel zu spät an eine Osteoporose gedacht. Dabei könnten Prävention und nachhaltige Therapie das Leid vieler Betroffener lindern oder sogar verhindern. Mit der Ausstellung wird ein interessanter neuer Weg beschritten, um auf diese Krankheit aufmerksam zu machen“, sagt die Ministerin.

Toscanis Bilder machen der Öffentlichkeit klar, was es heißt, an Osteoporose erkrankt zu sein. Sie machen deutlich, dass es keineswegs allein eine Krankheit alter Frauen ist. Osteoporose betrifft alle, junge Menschen genauso wie alte, Männer ebenso wie Frauen. Die Ausstellung hat aber auch eine positive Botschaft: Jeder Mensch kann selbst zur Vorbeugung dieser schrecklichen Krankheit und zum Heilungsprozess beitragen. „Das ist wichtig, denn in den nächsten Jahren wird durch die steigenden Bevölkerungszahlen auch die Zahl der Betroffenen zunehmen“, prognostiziert Prof. Dr. Helmut W. Minne, Ärztlicher Direktor der Klinik „Der Fürstenhof“ in Bad Pyrmont.

Für seine fotografischen Visionen zum Thema Osteoporose ist Oliviero Toscani, der früher mit seinen Arbeiten für Benetton schockiert hatte, mit dem Life-Award des internationalen Kongresses „Aging and Society“ ausgezeichnet worden.

Die Ausstellung ist vom 19. Mai bis 12. Juni 2005 im Umspannwerk Humboldt, Kopenhagenerstraße 57, Berlin-Prenzlauer Berg (S-/U-Bahnstation: Schönhauser Allee), täglich von 11 bis 21 Uhr zu sehen. Der Eintritt ist frei.

nach oben...